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Wenn dem Weserspucker die Galle hochkommt

Obwohl ich im beschaulichen Mühlenkreis aufgewachsen bin, gehört die Lektüre des wöchentlich erscheinenden Anzeigenblatts “Weserspucker” aus Minden nicht zu meiner regelmäßigen Lektüre. Aus guten Grund, wie ich kürzlich feststellen musste.

Weserspucker vom 4. März 2010

Weserspucker vom 4. März 2010

Unter dieser Überschrift verfasste “Ihr Weserspucker” ein Pamphlet, in dem er (oder sie?) sich darüber echauffierte, dass die Piratenpartei die Kühnheit besaß, Wahlplakate aufzuhängen.

Ausgerechnet von jener Partei, die [...] vor der letzten Wahl peinlich auffiel, weil sie den durch einen handfesten Kinderpornoskandal beschädigten SPD-Politiker Jörg Tauss mit offenen Armen aufgenommen hatte.

Das Aufstellen der “plakative[n] Plakate” (welch Wortspiel!) stellt aus Sicht des Verfassers eine Ordnungswidrigkeit dar, was allerdings nicht näher begründet wird und im Übrigen seitens der Piraten bestritten wird.

Den Piraten rät er, ihren “Müll” wegzuräumen und das zu tun, was sie am besten könnten: “ins Internet glotzen und irgendwelchen Unfug verzapfen.”

Damit beweist “Ihr Weserspucker”: Die Verwendung einer spitzen Feder setzt nicht voraus, dass man auch über einen scharfen Verstand verfügt.

Den vollständigen Kommentar kann man hier lesen. Lesenswert ist der Blogeintrag von Oliver Hallmann.

Nachtrag vom 16. März 2010:

Wie @Rainer_Klute via twitter mitteilte, wird der Weserspucker am 18. März 2010 eine Gegendarstellung veröffentlichen.

Nachtrag vom 19. März 2010:

Hier die Gegendarstellung im Weserspucker (bitte Kopf um 90° nach links neigen).

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